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Einheitenrechner

Länge, Gewicht, Volumen, Fläche und Temperatur umrechnen — dazu Zoll in Zentimeter, Cups in Gramm je nach Zutat und Backofentemperaturen.

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Ein Pfund ist kein Pound

Das ist der häufigste Umrechnungsfehler im deutschsprachigen Raum. Das deutsche Pfund sind genau 500 Gramm, ein halbes Kilo. Das englische pound (lb) sind 453,59237 Gramm. Die Wörter sind verwandt, die Mengen sind es nicht — der Unterschied beträgt gut 10%.

Bei einem Pfund Mehl fällt das kaum auf. Bei einem amerikanischen Rezept, das „2 lbs“ Fleisch verlangt, sind es schon 907 g statt der 1000 g, die man beim Metzger als „zwei Pfund“ bekäme. Und bei einer Rezeptur, die man verzehnfacht, wird daraus knapp ein Kilo Differenz.

Dieser Rechner führt beide Einheiten getrennt: Pfund (500 g) und lb. Wenn ein Rezept auf Englisch verfasst ist, nehmen Sie lb. Wenn es vom deutschen Markt kommt, nehmen Sie Pfund. Dasselbe gilt übrigens für das französische livre, das ebenfalls 500 g bezeichnet.

Historisch war das deutsche Pfund keineswegs einheitlich: Vor der Vereinheitlichung im 19. Jahrhundert reichte es je nach Region von etwa 460 bis über 510 Gramm. Die glatten 500 g sind eine metrische Festlegung, kein altes Maß.

Zoll, Fuß und Bildschirmdiagonalen

1 Zoll = 2,54 cm exakt, 1 Fuß = 30,48 cm exakt. Diese Werte sind seit 1959 international per Definition festgelegt, also nicht gerundet.

Beim Fernseher meint „55 Zoll“ die Bildschirmdiagonale, rund 139,7 cm. Da es die Diagonale ist, fällt die tatsächliche Breite deutlich geringer aus — bei 16:9 etwa 121,8 cm. Wer wissen will, ob das Gerät ins Sideboard passt, muss die Breite rechnen, nicht die Diagonale.

Bei Rohren und Gewinden ist Zoll dagegen oft eine Nennweite und keine echte Messung: Ein „Halbzoll-Rohr“ hat weder innen noch außen exakt 12,7 mm Durchmesser. Solche Angaben lassen sich nicht sinnvoll umrechnen, sondern nur in Tabellen nachschlagen.

Backofen: Umluft und Gas Mark

Britische Rezepte geben die Temperatur häufig als Gas Mark an. Die Entsprechungen im Ofen-Tab sind die in Rezepten üblichen Paarungen, keine exakten Umrechnungen: 180 °C steht dort neben 350 °F, obwohl die Formel 356 °F ergibt. Rezeptautoren runden auf glatte Werte, und Ofenskalen sind ohnehin nicht genauer.

Für Umluft gilt die Faustregel: etwa 20 °C weniger als bei Ober-/Unterhitze. Aus 180 °C werden also 160 °C. Achtung bei englischen Angaben wie „reduce by 25°F“ — das ist eine Differenz, keine Temperatur. 25 °F Unterschied entsprechen rund 14 °C, nicht −4 °C. Genau dafür gibt es im Temperatur-Tab das Kästchen „Eine Differenz umrechnen“.

Ihre Eingabe wird angezeigt

Unter dem Eingabefeld steht, wie Ihre Zahl gelesen wurde. Das ist kein Beiwerk: 1,234 bedeutet im Deutschen 1,234 und im Englischen 1234. Ein kurzer Blick darauf erspart Ihnen stille Rechenfehler um den Faktor tausend.